Dissoziation

 

Grundlagenseminar für die Erlebenswirklichkeiten von Dissoziation

 

Dissoziation ist der Zustand in dem man sich, auf die eine oder andere Weise, aus der Realität distanziert (entfernt/abgetrennt) fühlt, entweder Tagträume oder Dinge ausführen, deren man sich nicht ganz bewusst ist, oder andere mehr getrennte Handlungen. Sie ist das Gegenteil der „Assoziation“ und beinhaltet den Mangel an Assoziation, normalerweise jemandes Identität, mit dem Rest der Welt.

 

Dissoziation kann auch als entkörperte Welt verstanden werden, eine Welt in der wir nicht bedroht sind. Eine Welt, die uns nicht bewusst ist. Eine Welt, die wir als Embryo oder Kind gelernt haben zu besuchen, um zu überleben.

 

Häufig gekennzeichnet durch extreme Formen von versuchter Regulation wie Substanzmißbrauch, selbstschädigendes Verhalten, Anteilnahmslosigkeit, Erstarrung, Amnesien, Desorientierung und unstrukturiertes Leben, chaotische Beziehungen bis hin zu inneren multiplen Persönlichkeiten. Ein kohärentes Gefühl von Selbst, Identität und Ganz –Sein ist nicht überdauernd möglich, obwohl das Dissoziieren selbst von den Betroffenen oft nicht als solches wahrgenommen wird.

 

Wie können wir Zugang erhalten zu dieser inneren Sonderwelt oder wie können wir jemanden treffen, der gar nicht da ist? Es braucht sensibles Gespür und feine Wahrnehmungs – Fähigkeiten, um diese inneren und vielleicht auch ungewöhnlichen Seinsfelder zu besuchen und einen Kontakt einzuladen, der nährt und Lust auf mehr macht.

 

Dieses Seminar möchte ein paar Grundlagen setzen, um die Komplexizität der Dissoziation zu verstehen und uns auch erlaubt diese oft geheime und subtile Welt zu besuchen und in ihrer Schutzfunktion zu sein. Wirklichkeitsfelder in ihrer Andersartigkeit zu sehen und den eventuell traumatisierten Aspekt der Dissoziation anzuerkennen und ihm zu helfen sich zu transformieren.

 

Wir wollen die typischen Verteidigungsreaktionen untersuchen, die häufig nach einer Traumatisierung erfolgt sind und als Folge einen Integrationsprozess gestört haben, der notwendig ist für unsere gefühlte und relative Einheit von Bewusstsein, Gedächtnis und Identität.

 

Dissoziation als Assoziation in ein neues Leben?