hochsensibilität

 Hochsensible Menschen nehmen mehr und stärker wahr als Andere, viele beschreiben es als filterlos, als maximal intensiv.

 

Die Reizüberflutung in unserem Alltag führt dadurch oft zu besonders starken körperlich-seelischen Belastungen. Sie haben eine geringere Stresstoleranz, damit sie schneller auf Reize reagieren können.

 

Fachleute sprechen von einem „hoch erregbares autonomes Nervensystem“.

 

Die emotionalen Achterbahnfahrten sind kaum zu beschreiben und viele haben ein Problem damit, vielleicht weniger leistungsfähig und „anders“ zu sein als unser Leben das fordert.

 

Aber sie können beginnen, diese besondere Wahrnehmungsfähigkeit zu schätzen und zu integrieren, indem sie die feine Sprache des Körpers kennenlernen.

 

Sie spüren intensiver und sind dadurch oft sehr einfühlsam, was sie zu geschätzten Mitgliedern unserer Gesellschaft macht. Man kann mit ihnen in besonders tiefen Kontakt treten und sie sind Meister darin, Stimmungen zu lesen.

 

Da sie sehr aufmerksam und in einer permanenten Wachsamkeit leben, suchen sie als Ruhepol oft den Rückzug, die Stille, die Kontemplation. Sie können sich gut fokussieren, abgrenzen und entspannen – das ist überlebenswichtig.

 

Oft wird Hochsensibilität mit Trauma gleichgesetzt oder gar verwechselt. 

 

Man könnte sagen, dass man generell unterscheiden kann zwischen

 

1.    der angeborenen Hochsensibilität, die genetisch bedingt und lebenslang erhalten bleibt

 

und der

 

2.    durch ein Trauma ausgelösten Hochsensibilität, bei der der Hang zur Überreizung der Sinne zurückgeht, wenn das Trauma verarbeitet ist.

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Das besondere an der angeborenen Hochsensibilität ist eine sehr intensive Sinnesverarbeitung, eine starke Empathiefähigkeit und ein hohes soziales und ökologisches Bewusstsein.

 

Wenn hochsensible Menschen beginnen, das Schöne an dieser Besonderheit zu erkennen und wenn sie trainieren, die Sprache ihres Körpers feiner wahrzunehmen, können sie sich in dieses außergewöhnliche Persönlichkeitsmerkmal hinein entspannen.

 

Sie lernen, diese Gabe als Geschenk für sich und die Welt umzusetzen.